Ernährungsheilkunde und Vollwerternährung

 

Die Bedeutung einer vollwertigen Ernährung hat sich in weiten Kreisen der Bevölkerung durchgesetzt. Wir als naturheilkundliche Therapeuten gehen noch einen Schritt weiter. Ernährung muss gleichzeitig Nahrung und Medizin sein.

Ernährung liefert uns das „Baumaterial" für unseren Körper, z. B. Kohlenhydrate und Fette als Brennstoffe, Eiweiß für den Muskelaufbau, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine für verschiedenste elementare Stoffwechselprozesse. Daneben müssen abertausende vielfältigster Organ- und Körperfunktionen gleichzeitig miteinander koordiniert werden. Dies geschieht mit Hilfe von „Stoffwechselwerkzeugen", sogenannten Enzymen und Katalysatoren.

Um eine gesunde Ernährung zu gewährleisten, sind verschiedene Punkte von Bedeutung:

  • ein hoher Anteil unveränderter, naturbelassener Lebensmittel
  • viel Rohkost, Salat und Obst
  • mäßiger Genuss von tierischem Eiweiß wie, z. B. Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Eier
  • mäßiger Gebrauch von tierischen und stark erhitzten Fetten
  • ausreichende Zufuhr von neutraler Flüssigkeit, z. B. Wasser Kräutertee
  • schonende Zubereitung der Lebensmittel
  • abwechslungsreiche Ernährung
  • faserreiche, ballaststoffreiche Vollwerternährung
  • Vermeidung stark veränderter Lebensmittel wie Zucker, weißes Mehl, Konserven
  • Vermeidung chemischer Konservierungs- und Farbstoffe.

Nahrung muss Geschmacksanteile enthalten, die unser Verdauungssystem aktivieren. Hier wäre vor allem an Bitterstoffe in Salaten, aromatische Gewürze und Küchenkräuter, die pikante Zubereitung der Speisen und eine geschmacklich abwechslungsreiche Küche zu denken.

Das Essverhalten spielt eine entscheidende Rolle. Wichtig sind in Ruhe eingenommene Mahlzeiten, gutes Kauen, Essen mit gutem Appetit, Vermeiden von Heißhungerzuständen und von Mahlzeiten, die ohne Freude aus reiner Gewohnheit gegessen werden.

Falsche Ernährung schädigt unsere natürlich Darmflora. Ein Überangebot an Eiweiß führt zu einer Vermehrung von Fäulniskeimen; ein Kohlenhydratüberschuss „füttert" Gärungsbakterien. Der hohe Konsum von Zucker, Süßwaren und Obstsäften fördert eine Besiedelung des Darms mit Pilzen. Diese Keime bzw. ihre Ausscheidungsprodukte führen zu Störungen des Darmtraktes und sind eine starke Belastung für unseren Körper und unser Abwehrsystem.

Die Ernähungstherapie geht weit über das hinaus, was eine konventionelle Ernährungsberatung leisten kann. Eine individuelle und krankheitsbezogene Beratung durch erfahrene Heilpraktiker z. B. bei Rheuma, Gicht, Arteriosklerose, Allergien, Übergewicht und Erkrankungen innerer Organe ist häufig unumgänglich, um eine ganzheitliche und umfassende Behandlung zu gewährleisten.

 

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